High Hopes

Wir laufen die Straße entlang 
kennen es hier Unser Leben in Trümmern
wird’s nicht kümmern 
Hafen der Zukunft unten am Pier
Der Vergangenheit ferner Klang

Tauch ein ins Feuer
Leb den Traum
Träum die Illusion 
Tod und Faszination 
Lass Leere kein‘ Raum 
Alles von Wert ist teuer


Hinter MIR
und vor DIR
liegt sehnsüchtig hier 
Unersättliche Gier
nach dem WIR
in DIR und MIR
echt und ohne Zier


Ich bin neben dir. Wir stehen auf einer Anhöhe und schauen zurück. Zurück auf das was war und in Resten noch ist.Über den Fluss streifen unsere Blicke. Sie gleiten über den Weg, den wir nahmen. Durch das mitternachtschwarze Wasser an den Strand, der nur vom anderen Ufer paradiesisch wirkte.Die Stadt dort hinten liegt in Trümmern. Es war nicht unsere Schuld, doch fühlen wir uns schuldig. Kleine Feuer brennen zwischen den Häusern und lassen kleine Rauchschwaden aufsteigen.Niemals hätte ich gedacht hier zu stehen. Doch du bist hier, also bin ich nicht alleine.Unsere Fußspuren reichen nur bis an den Strand. Sie verlieren sich im Wasser. So wie sich unsere Erinnerungen im Wasser verlieren können, wenn wir nicht aufpassen.In Gedanken war ich schon so oft hier. Jetzt hier zu sein, fühlt sich anders an. Ich drehe mich um und greife deine Hand.Wir gehen die Straße runter, die ich in Kopf schon so oft abschritt. Hinunter bis dorthin wo das Gras beginnt.Hier beginnt alles neu. Jeder Schritt vergrößert die Distanz.Wir wissen das das Gras mal grüner war, das Licht hier heller, der Geruch einmal süßer. Wenn sich der Dämmerungsnebel lichtet sehen wir vielleicht das Ende des Flusses. Ich bin hier, und fühle wie ich im unendlichen Strom dahingleite, mit Freuden umgeben, bei dir.Das macht mich glücklich.
Für immer und ewig.